Der Posaunenchor Harburg

Als Propst des Kirchenkreises Harburg fand 1988 Dr. Dieter Lyko lobende Worte (Zitat): Der Kirchenkreis Harburg ist stolz auf seinen Posaunenchor. Wir nehmen seinen Dienst oft und gern in Anspruch, sind dankbar für das Engagement der Bläser. Wir wissen, dass die Harburger ihren Chor gern hören - sowohl open air aus besonderen Anlässen als auch in Gottesdiensten und in Konzerten.

Eben das ist das Besondere am Harburger Posaunenchor: Er trifft immer den richtigen Ton, auf der Straße, in der Kirche, im Konzertsaal.

Über ein Jahrhundert existiert diese musikalische Vereinigung inzwischen: 1888 als Posaunenchor des Ev.-luth. Männer- und Jünglingsverein e.V. Harburg/Elbe gegründet, fand das erste öffentliche Blasen am 1. Advent gleichen Jahres an einem Familienabend des Vereins statt.

In der langen Zeit die seither vergangen ist, hat sich der Harburger Posaunenchor zu einer festen Größe für Harburg entwickeln können. Mit Stand 2010 gehörten ihm 18 Mitglieder, alles Blechbläser und Blechbläserinnen, im Alter von 21 bis 74 an. Sie bilden das "musikalische Potential", das optimal auszubilden und einzusetzen die Aufgabe des Chorleiters ist.

Diese Funktion übt seit Oktober 2008 Stefan Henatsch aus. Er trat die Nachfolge von Heinz Korupp an, der nach 45 jähriger Chorleitung und zum 120 jährigen Jubiläum des Posaunenchores im September 2008 verabschiedet wurde und nun als Posaunist dem Chor erhalten geblieben ist.

Der am Evangelium orientierte musikalische Auftrag der Posaunenchöre ist heute so gültig wie in der "Gründerzeit" vor über 110 Jahren... Aber daneben gibt es auch das andere: Evangelische Posaunenarbeit geschieht durch Menschen, vollzieht sich im Ablauf von Geschichte, ist damit dem Gesetz des stetigen Wandels unterworfen... so müssen sich auch musikalische Leitbilder, Klangvorstellungen und -ideale wandeln, schrieb KMD Hans-Jürgen Lange, Landesposaunenwart des Posaunenwerkes der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, in der Festschrift zum 100jährigen Jubiläum des Posaunenchores.

Er verwies damit darauf, dass die Literatur der Posaunenchöre in unserer Zeit ihr eigenes Profil durch zeitgenössische Kompositionen erfahre. Beleg dafür sind auch die anspruchsvollen Auftragskompositionen, mit denen der Posaunenchor Harburg auf seinen 100sten "Geburtstag" und die 40jährige Chorleitertätigkeit von Heinz Korupp aufmerksam gemacht haben, eine Chorphantasie (1986) und ein "Konzert für Blechbläser, Schlagwerk und Pauken" (2001) von Magdalene Schauss-Flake. Zum Abschied seiner langen und erfolgreichen Chorleiterlaufbahn führte Heinz Korupp die „Sinfonie der Engel“ (2008) von Rainer Schmitz als Uraufführung auf.

Der Posaunenchor Harburg ist lange schon eine bekannte Institution mit treuen Freunden; ist "das unüberhörbare Zeichen der Präsenz von Kirche sowohl im Alltag als auch bei Festen des Gemeinwesens".

Dass dieser auch weiterhin "immer den richtigen Ton" trifft – das ist auch das Ziel des neuen Chorleiters Stefan Henatsch.